Reisen mit Katerina - Teil 6.



Pilsen - Wellness-Wochenende mit Bier und Fußball


Was wäre das für ein Sommer, wenn ich nicht mit Tecka zum Wellness gehen würde? Letztes Jahr waren wir in Wittingau, dieses Jahr sind wir für ein Bierabenteuer nach Pilsen gefahren.


Wir haben es beide ähnlich weit weg, sie aus Příbram und ich aus Prag, also haben wir vereinbart, mit dem Zug zu fahren. Vom Hauptbahnhof war der Zug so voll, dass man nirgends hintreten konnte, aber zum Glück wurde das bei den nächsten Haltestellen behoben, und so konnte Tecka in Zdice zu uns stoßen und wir stießen mit Prosecco auf unsere bevorstehende Bier-Wellness an.


    


Es war so schön in Pilsen, dass wir eine Weile am Bahnhof blieben und tranken, dann mussten wir unseres Tempo beschleunigen und ein Taxi nehmen, um rechtzeitig zu unserem Bierbad im Hotel zu sein.


Das Taxi brachte uns zum Hotel Purkmistr, in dem wir untergebracht waren. Das Hotel ist im Komplex der gleichnamigen Brauerei untergebracht, es ist kleiner und etwas außerhalb der Stadt, aber gut angelegt. Ein großer Hinterhof mit einem Spielplatz, den wir beide als tüchtigere Mütter sofort gelobt haben, und eine gemütliche Terrasse gegenüber dem Spielplatz (so dass man die herumtollenden Kinder sehen kann), wo man Ihnen gerne ein ausgezeichnetes lokales Bier zapft.


Unsere erste Behandlung war ein Bierbad. Wenn man in Pilsen ist, braucht man Bier, oder? Riesige Wannen wurden gefüllt, wir tauchten hinein, tranken ein Bier dazu und entspannten uns angenehm.


    


Den ersten Abend oder die erste Nacht verbrachten wir natürlich in der Stadt, bis uns morgens schlecht wurde und wir fast das Frühstück verpasst hätten.


Am Samstag waren weitere Wellness-Behandlungen geplant. Wir hatten ein wunderschönes privates Spa mit Sprudelbad und Infrasauna für uns, aber leider hatten wir wegen der Müdigkeit von gestern nicht die Kraft, darin zu bleiben.


Wir haben unsere Kraft im Fußball wiedergefunden. Am Freitag empfahl uns unser Taxifahrer Marek den Besuch der Viktorka als typisches Pilsener Kulturereignis. Also haben wir seine Idee aufgegriffen, Tickets online gekauft und sind hingefahren. Wir sind überhaupt keine Fußballfans, wir waren hauptsächlich wegen der Wurst dort, und so war Fußball eine nette, lustige Ergänzung, eingefleischte Fans werden uns verzeihen. Aber es hat wirklich Spaß gemacht. Viktorka hat 2:1 gewonnen, glaube ich.


    


Nach dem Fußballspiel fuhren wir zum Abendessen in die Stadt und schafften es, auf der Straße direkt an der Pilsner Brauerei vorbeizukommen. 


Also MUSSTEN wir einfach noch ein Bier trinken.  


Von der Brauerei aus machten wir uns dann tapfer auf den Weg in die Stadt, wo wir in einer Kneipe andockten, ein leckeres Abendessen zu uns nahmen und in aller Ruhe das Zentrum, das sich für die Samstagspartys und -tänze bereit machte, bereits gegen 21 Uhr verließen. 


    


Am Sonntag kauften wir den örtlichen Bier Purkmister in Petflaschen als Souvenir und mussten nach Hause flitzen. An Ehemänner, an Kinder, an Pflichten.


Ein Wochenende mit Tecka einmal im Jahr ist es wert, ich frage mich, wohin wir nächsten Sommer fahren werden.



Autor des Artikles:

Kateřina Čmoková